Alles was du wissen musst…

Was ist das linke Pfingstcamp?

Das Pfingstcamp ist ein linkes Vernetzungstreffen, ein mehrtägiges  Spaß-Plenum, der Kurzurlaub den wir vor dem Sommer brauchen, die  linksradikale Bubble, ohne die wir alle längst schon resigniert hätten.  Mit einer Mischung aus Politik, Entspannung, voneinander lernen und  miteinander tanzen entsteht endlich eine Vorstellung vom besseren Leben.

Wer ist das linke Pfingstcamp?

Organisiert wird das Pfingstcamp jedes Jahr von der linksjugend [’solid]  Brandenburg, der linksjugend [’solid] Berlin und den  http://www.falken-brandenburg.de/ – also drei Organisationen, die schon  ganz nah dran sind am globalen Ponyhof.

Wie geht das?

Wir treffen uns auf dem Zeltplatz Saatwinkel, bauen unsere Zelte auf und  warten gespannt auf den Beginn des Programms. Dazu zählen Workshops,  das Kickerturnier, das Kinozelt und das Bühnenprogramm am Abend.  Letztlich kommt es darauf an, was ihr daraus macht: bringt euch ein, achtet aufeinander und entscheidet selbst, was euch jetzt gut tut.

Was sind Workshops?

Vorträge über Politik gibt es auch bei youtube. Eigene Positionen  erarbeitet mensch aber am besten zusammen. Dazu haben wir ein paar Leute eingeladen, die von dem ein oder anderen Thema Ahnung haben und mit  euch darüber diskutieren wollen.

Was gibt es zu essen?
Vegan, Vegetarisch und Fleisch. Einfach bei der Anmeldung mit angeben, damit wir für alle genug planen können.

Was muss ich mitbringen?
– Zelt, Isomatte, Schlafsack
– Badesachen, Handtuch
– ggf. benötigte Medikamente
– Schreibzeug
– Bargeld für die Bar (dort gibt es natürlich auch unalkoholische Getränke)

Wie komme ich da hin
Die nächste Bushaltestelle heißt „Maienwerderweg“. Dort folgt ihr unserer Ausschilderung in den Wald… https://www.linkespfingstcamp.de/anfahrt/

Was kostet das?
Wir wollen, dass das Pfingstcamp für alle zugänglich ist – auch für  Leute mit wenig Geld. Ganz ohne Geld kommen wir aber auch nicht aus,  deswegen bitten wir um einen Beitrag von 20 € für das Wochenende. Für  Nichtverdienende können wir auf 15 € runter gehen, wer mehr zahlen kann,  zahle gern mehr

Kann meine Katze mitkommen?
Wir lieben Katzen! Aber leider dürfen keine Tiere auf den Zeltplatz.  Erspart also auch euren Hunden den Stress von so einer Reise und so  vielen Leuten – lasst‘ sie lieber wohlbehütet zu Hause.

Welche Workshops wird es geben?

  • Workshop Aktionsklettern
    Ob Transpiaktion für eine gerechtere Welt, Baumbesetzungen gegen unsinnige Großprojekte oder Brückenblockaden von Naziaufmärschen  – Aktionsklettern kann politische Praxis unterstützen und macht Spaß. Wir wollen dir in einem Halbtagsworkshop die Möglichkeit geben, die Basics des Aktionskletterns zu lernen, alles Wichtige über die Ausrüstungen zu erfahren und das ganze an Bäumen ausprobieren. Voraussetzung sind normale körperliche Fitness und ein Fünkchen Risikobereitschaft. 
  • Inklusion in der radikalen Linken
    Leon (Aktivist aus Berlin) gibt im Workshop „Inklusion in der radikalen Linken“ erst einmal einen Überblick wie das gesamtgesellschaftliche Verhältnis mit Diversität (Unterschiedlichkeit) ist. Er berichtet anschließend von persönlichen Erfahrungen, mal lustig, mal ernst, mal traurig und diskutiert anhand von diesen Erfahrungen wie man einen angenehmen, gleichberechtigten und solidarischen Umgang schafft.
  • Lesekreis Strassen aus Zucker
  • Kapitalismuskritik Einführung
  • Lockpicking
  • Antikapitalismus von Rechts
  • „Wachs doch alleine Wirtschaft, ich geh erstma inne Kneipe!“

    Was Zufriedenheit, das Teilen und das Recht auf ein guten Leben für alle mit einer schrumpfenden Wirtschaft zu tun hat. Und wie wir nebenbei noch die herrschende Wirtschaftsordnung ins Wanken bringen könnten.  Wege aus dem Wachstumswahn.

  • Feminismus  – eine Einführung
  • Unsere Träume passen nicht in eure Wahlurne!
    Kontrovers wird eine Beteiligung von antikapitalistischen Parteien an bürgerlichen Regierungen diskutiert. Sie könnten nur verlieren und würden mit der Niederlage im Kampf um die Verbesserung der Verhältnisse auch das Vertrauen der Wähler*innen verspielen. So richtig die Sorge um die Wirkmächtigkeit ist, so oft werden doch Errungenschaften unterschlagen und Chancen vertan. Anhand von Klassikern und neueren Beiträgen zu dieser Debatte wollen wir sie zuerst ein wenig ordnen, um sie dann überlegter führen zu können.

KULTUR! FÜR EUCH!

Katja Hofmann
Katja Hofmann ist eine Poetry Slammerin und Moderatorin, sie schreibt Texte über Liebe … und Hass!Die 30-jährige Bühnenpoetin lebt und studiert in Halle an der Saale, wo sie die Literatur- Reihen “Wörterspeise” und „Poeten gegen Sänger“ organisiert und moderiert- auch dort spielt sie gern mit Klischees. Seit Anfang 2008 bereist sie aber vor allem erfolgreich Poetry Slam-Bühnen in ganz Deutschland, sowie dem benachbartem Ausland und gewinnt mit ihrer ungestümen, liebenswert-frechen Art, die sowohl im Inhalt ihrer Texte als auch in ihrer Performance stets aufblitzt, die Herzen ihrer Zuhörerinnen und Zuhörer.
Leonie Warnke
Leonie Warnke, 25 Jahre junge Leipzigerin, ist seit 2012 auf den Poetry Slam-Bühnen der Nation heimisch und inzwischen von diesen nicht mehr wegzudenken.
Mal lyrisch, mal prosaisch aber immer mit einem zwinkernden Auge und einer ordentlichen Portion Humor wirft sie einen Blick auf die Menschen und alles dazwischen. Fast grausam ehrlich, selbstironisch und pointiert erzählt Leonie von den Tücken des Lebens und der Absurdität des alltäglichen Seins.
Seit Anfang 2014 veranstaltet und moderiert sie mit Nhi Le den U20 Poetry Slam „Sprachaktiv“ in Leipzig und moderiert zusammen mit Bleu Broode den monatlichen Livelyrix Poetry Slam in der Distillery Leipzig. Gemeinsam mit Stefan Seyfarth moderiert sie den monatlichen Livelyrix Poetry Slam in der scheune Dresden.
Sie ist Mitglied der Lesebühnen „Sanfte Eskalation“ (Leipzig) und „Glanz&Gloria“ (Halle/Saale).
Außerdem ist sie gemeinsam mit Slamkollegin Katja Hofmann als „Team MfG“ unterwegs.ari
(female fronted one-man-band) aus Berlin
macht anarcha-feministische Musik zum zuhören, rumsitzen, rauchen und Bier trinken.
Zum aufstehen, rausgehen und losgehen.
Gegen Herrschaftsverhältnisse, schlechtes Wetter und Herzklumpenscheiße.

Carmel Zoum
Carmel Zoum pfeffert mit ihrem Debut-Album „Skwamat“ eine klare Ansage für Feminismus auf den Dancefloor und zelebriert tanzbare Ideen zu Anarchie und Antikapitalismus.
Es ist die kongolesische Popmusik Soukouss, die die Singjay Carmel Zoum zur Dancehall-Musik brachte. Als sie als Teenager begann, in Reggae-Bands zu singen, spürte sie viele Parallelen zwischen der Musik ihrer Herkunftslandes und der Musik der jamaikanischen Nachkommen kongolesischer Sklaven. Die Sängerin mit raschem Flow, die sich auch in Drum´n´Bass und Electro zu Hause fühlt, verlässt Frankreich, das Land ihrer Kindheit im Jahr 2000. Carmel Zoum zieht nach Deutschland, wo sie mit unterschiedlichen Soundsystems und Bands zusammenarbeitet, unter anderem mit Irie Revoltés. So toastet sie zum Beispiel einen Part auf dem gemeinsamen Track „Mes sœurs“. Nach zahlreichen Features und One-Riddim-Tracks veröffentlicht sie am 13. Februar 2015 ihr erstes Album Skwamat auf dem Berliner Label Springstoff.
Skwamat bezieht sich auf die Hautabstreifung bei Reptilien sowie auf Carmel Zoums Faszination für Schlangen als Symbole der menschlichen Fähigkeit zur ständigen inneren Verwandlung. Vielfach geht es heute vor allem bei jamaikanischem Dancehall um Sex und Gewalt. Carmel Zoum orientiert sich mit ihrem Sound eher an der herkömmlichen Dancehall-Tradition der 70er und 80er Jahre als engagierte Musik für und von Unterdrückten. Auf Skwamat ist auch ihre Premiere als Producerin zu hören. Der Track „Mabele Riddim“ zeigt ihre Metamorphose aus Dancehall und afrikanischen Rhythmen mit Drums und Bass.

Daisy Chain & Refpolk
Daisy Chain wurde in Athen geboren und wuchs dort auf, aber lebte auch auf Kreta und in Thessaloniki und befindet sich heute irgendwo zwischen Athen und Berlin. Sie sammelt Erfahrungen und sucht Verbündete, die mit ihr gemeinsam Solidarität, Revolution, Kreativität, Musik und Freiheit auf kollektiver als auch auf persönlicher Ebene möglich machen. Es soll ein gemeinsamer Nenner entstehen, der uns in unserem Alltag hilft und nicht nur als isolierter und zufälliger Moment hier und da auftaucht. Daisy Chain ist auch Teil der Crew „Arma di Scelta“, mit der sie 2012 das Album „Όπλο επιλογής“ (Oplo epilogis, Waffe der Wahl) veröffentlichte. Im Mittelpunkt ihrer Lyrics steht die Frage, wie wir die Kontrolle über unser Leben zurückgewinnen können – mit unseren „weapons of choice“.
Refpolk ist Rapper, Aktivist und Mensch in Berlin und Athen. Er schreibt Texte voller Zuversicht und Zweifel, rappt live in besetzten Häusern und autonomen Zentren und diskutiert über Rap zwischen Herrschaft und Rebellion. Auf der Suche nach den Rissen im Granit vergisst Refpolk sich nie selbst, sondern macht die eigenen Hoffnungen und Ängste und damit den Menschen am Mikrofon sichtbar. 2012 veröffentlichte er sein erstes Solo-Album „Über mich hinaus“, 2015 den Nachfolger „Klippe“.
Refpolk und Daisy Chain gründeten 2013 mit Kronstadt aus Barcelona „The Future Is Still Unwritten“: ein Hip-Hop-Projekt als Zeichen des Widerstands und der Utopie in Zeiten von Krise und angeblicher Alternativlosigkeit, das über nationale Grenzen hinausgeht. Seit 2016 bauen beide mit Aktivist*innen aus Deutschland und Griechenland das politische Hip-Hop-Netzwerk „In.Flammen – Στις.Φλόγες“ auf. Außerdem sind sie gemeinsam mit Ben Dana aus Bremen als „Le Monde Est En Flammes“ (Die Welt Brennt) unterwegs, eine Band, deren Ziel ist es, Aktivismus und Hip Hop zu verbinden.

DJ Marsmaedchen
Marsmaedchen macht nur bei Revolutionen mit, wenn auch getanzt wird. Sie beweist als DJ genau wie als Komponistin und Musikerin ein untrügliches Gespür für tanzbare Beats und Melodien und produziert am liebsten eine wilde und hochaktuelle Mischung aus Indie, Alternative, Emo, Pop, Rock, Sixties, Soul, Garage, Punk, Psychedelic, Funk, Beat und allem, was ihr gerade sonst noch so einfällt.